You are now seated on a race bike again. Life is good ;)
Hallo hallo!
nun endlich geht es hier tatsächlich einmal vorwärts. Nun also, ich fange am besten mal da an, wo ich jeden Morgen beginne- mit dem Blick aus meinem großen Studentenwohnheimfenster:
Natürlich sehr viel grüner (und mit Wasserturm) und entspannender als mein Ausblick in Kampala, aber immerhin bin ich hier dafür auch ca. 20 Minuten mit der Tram vom Stadtzentrum entfernt. Da der öffentliche Nahverkehr hier aber nicht allzu verlässlich ist (es gibt nur 3 Straßenbahnlinien, die täglich im gefühlten 20Minuten-Takt bis 24Uhr verkehren) und außerdem hoffnungslos überfrequentiert (ach, schönes Wort)- das heißt die Straßenbahnen sind voller(!) als die S-Bahnen in Berlin im letzten Sommer (fahren die jetzt eigentlich wieder?), habe ich ( und auch viele andere) beschlossen, mir hier ein Fahrrad zu kaufen.
Wer mich kennt weiß ja, dass ich da etwas wählerisch sein kann. Also machte ich mich auf die Suche nach einem feinen Lädchen, während sich die anderen auf dem sonntäglichen Klohmarft schon längst ein günstiges Modell ergattert hatten. Es wird aber (bestimmt nicht nur) gemutmaßt, dass die Räder am Flohmarkt vom St. Michel
wahrscheinlich die abgestellten Räder der Leute sind, die sich auf dem Flohmarkt gerade nach etwas anderem umsehen, vielleicht nach diesem

oder jenem.

Nun endlich, am Samstag hatte ich einen Laden nach meinem Geschmack (1 Bastler/Verkäufer/Berater in Personalunion, der das einfach macht, weil’s ihm Spaß macht) und dort auch 1 einziges Rennrad gefunden. Heute nun bin ich dorthin zurück gepilgert (nachdem ich mich ein paar mal in den hier üblichen kleinen Gäßchen verlaufen hatte) und einmal Probe gefahren- Volltreffer! Genau meine Rahmenhöhe, super Sattel, schick. Also schnell noch ein paar Worte und Scheinchen getauscht und schon ging es los in den französischen Straßenverkehr (der übrigens halb so wild ist) mit diesem
tollen Flitzer. Dazu gab es- wie es sich gehört- Luftpumpe,Ersatz-Schlauch (“chambre a l’air”?) und eine Fahrradkarte der Region. Auf geht es nun also ins Vergnügen. Zunächst wollte ich heute zum See fahren, der nördlich von Bordeaux liegt. Dazu muss man eigentlich nur der Straßenbahnlinie C folgen- natürlich bin ich in meinem Enthusiasmus einfach irgendwelchen Schienen gefolgt, die mir nett vorkamen und stand dann irgendwann mitten in der städtischen Pampa- am Ende der Linie B. Nun gut – next try tomorrow. Oder, wie soll ich mir hier doch so schön angewöhnen?- Encore une fois, demain!
Am Wochenende werde ich mich mit Hilfe meiner Radkarte entweder in den Osten ( in die Weinanbaugebiete/ Sauveterre-de-Guyenne)
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oder (wahrscheinlicher) nach Westen zum Atlantik (Lacanau-Ocean)
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navigieren. Badeanzug und Schwimmbrille wurden heute bereits günstig besorgt.
Bordeaux selbst ist zwar schön- wie steht es noch im Reiseführer: laut Stendhal 1838 (was auch schon n Weilchen her is, ne?) die schönste Stadt Frankreichs- aber auch ordentlich klein. ca.900T Einwohner, wenn man die kleineren, quasi eingemeindeten umgebenden Ortschaften (wie etwa meinen exakten Wohnort Pessac) mitzählt. In Bordeaux selbst aber nur 230T. Dafür muss man hier aber auch an jeder Ecke zwangläufig auf ein unheimlich beeindurckendes, klassizistisches Bauwerk/ Kathedrale/ Stadttor stoßen. Kein wunder, dass die gesamte Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe ist. Dazu aber beim nächsten Mal mehr. Der Artikel wird sonst zu lang, sagt Sheherezade.



Wasn hier los??? Wann kommt hier denn mal wieder ein Beitrag,hääää?
Nee nee nee das französische Lotterleben…