Regen, Regen auf allen Wegen, wir haben nichts dagegen…

Regen macht uns Spaß. Er macht uns alle nass…

Ach wie süß.. die nackigen Kinder unten im Hof bekippen sich gerade gegenseitig mit Wasser. In den letzten Tagen wäre das gar nicht nötig gewesen. Ab Februar erhöht sich in Uganda offensichtlich die Zahl der Niederschläge. Im Reiseführer steht, dass die Regenreichsten Monate April und Mai sind, aber für mein Empfinden geht es jetzt auch schon ganz gut zur Sache. Meinen ersten Afrikanischen Regen (Übrigens sollte man diese Band, die das Lied „Bless the rain down in Africa…“ gesungen hat lynchen- das geht einem so was von auf den Keks, denn es dudelt hier überall im Radio und jeder Zweite hat es als Klingelton im Handy… und manche Leute haben zwei Handys!)…also meinen ersten afrikanischen Regen habe ich letzte Woche erlebt, wie man ja auch am Gewitterzähler ablesen konnte. Zu den Gewittern muss man noch sagen, dass sie aber sowas von unspektakulär sind: Bei den Zweien, die ich erlebt habe hat es insgesamt 3mal geblitzt und gedonnert. Also mag es vielleicht unwahrscheinlich viele Gewitter in Uganda geben- aber man muss schon großzügig sein, um sie als solche anzuerkennen. Ups…ich glaube jetzt hab ich den Wettergott beleidigt- jetzt geht es wieder mit gegrummel los und die großen Marabus gleiten gleich viel tiefer über der Stadt. Das heißt wahrscheinlich, dass ich hier noch mindestens 2 Stunden in meinem Zimmer festsitze, bis ich den Blog abschicken kann.

Egal.

Also..wie fühlt sich so ein „Rain down in Afrika“ so an? Ich als Europäer dachte natürlich, dass unvorstellbar viele Wassermassen auf einmal den Himmel runterklatschen, wie eine überdimensionierte Wasserbombe. Aber so ist es natürlich nicht (jedenfalls nicht bis jetzt). Wie gesagt, fängt es erstmal milde an zu grummeln und der ohnehin nie blaue Himmel (ich denke das liegt an den Abgasen) verfinstert sich relativ schlagartig, sodass alles etwas grauer wirkt. Sodann blitzt es vielleicht 2mal- mit dazugehörigem Donner und dann fängt es schön leicht an zu nieseln. Nun muss man etwas geduld aufbringen, denn Stufenweise wird der Regen immer mehr, bis er so aussieht und sich hier in meiner Wellblechdachhütensiedlung (so ein schönes Wort aber auch) so anhört, wie unten in den Videos zu sehen ist. Genauso stufenweise lässt der Regen dann wieder nach. Gewisser maßen verhält sich der Regen hier in Kampala symmetrisch. Insgesamt Dauer er wenn er kurz ist so um die 40Minuten. Über Nacht regnet es meistens sehr lange und noch stärker. Aber ich bin dann immer zu faul um die Zeit zu stoppen.

 

Hier erstmal ein Film, auf dem man den Regen gut sieht (Himmel ja, ich filme tatsächlich alles, als ob ihr noch keinen Regen gesehen hättet :) )

 

 

 

Und noch eins, wo man ihn hört. (JA, mir ist immer noch langweilig- wie angekündigt streiken die Professoren nämlich.)

 

~ von Sine am 11 Februar, 2008.

Eine Antwort to “Regen, Regen auf allen Wegen, wir haben nichts dagegen…”

  1. wahnsinn sine du scheinst echt langeweile zu haben…du analysierst den regen in afrika.hast du hier je die dauer eines regenschauers gemessen bzw. die blitze beim gewitter gezählt? :)
    ich könnt mich hier echt bepis… über deine afrikanischen studien.aber mach nur schön weiter.
    bis bald
    deine Ulle

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